Workcamps einmal anders

Als Campcoordinator betreust du eine Gruppe von internationalen Volunteers in der Schweiz. Du bist Teil der Gruppe und arbeitest im Projekt mit, hast aber noch zusätzliche Aufgaben, wie beispielsweise die Information des SCI-Teams über den Verlauf des Workcamps und die Vermittlung zwischen Projektpartner und Freiwilligengruppe. Oft sind deine Ortskenntnisse auch hilfreich beim Organisieren von Freizeitaktivitäten mit den Volunteers.

An einem zweitägigen Vorbereitungsseminar lernen die Campbegleiterinnen und Campbegleiter in einem interkulturellen Team zu arbeiten, Konflikte gewaltfrei zu lösen und in Krisensituationen richtig zu reagieren.

Eine Liste mit aktuellen Einsatzmöglichkeiten als Campcoordinator findest du hier. Melde dich bei Maurus für einen Einsatz in einem Schweizer Workcamp.

Jugendurlaub

Wenn du berufstätig und unter 30 Jahre alt bist, kannst du als Campbegleiterin oder -begleiter eine Woche Jugendurlaub beziehen.

Tipps zum Jugendurlaub

 © Anna Gallati

Als Campcoordinator in der Romandie

Bericht von Robin Müller

Robin war als Campcoordinator beim zweiwöchigen Freiwilligeneinsatz „Theatre, arts and creative activities with kids“ in Lausanne dabei. Dabei erhielten er und die anderen neun Teilnehmenden interessante Einblicke in das Theaterspiel und in die Arbeit mit Kindern mit Asylhintergrund. Der Einsatz bot eine perfekte Mischung aus Spiel, Spass und Erlernen von interkulturellen Kompetenzen.

Bei der Vorbereitung für das Workcamp in Lausanne hatte ich gewisse Bedenken; vor allem hatte ich Schwierigkeiten nachzuvollziehen, inwiefern ich Camp Coordinator sein konnte und mich trotzdem wie ein normaler Freiwilliger verhalten sollte. Als ich dann in Lausanne am Bahnhof stand, war die Spannung gross, die Freiwilligen aus ganz Europa, welche ich bis jetzt nur auf dem Papier kannte, auch Live zu sehen.

Meine Bedenken erwiesen sich sehr schnell als unbegründet. Die Mitarbeiter von Métis'Arte, dem Projektpartner des SCI Schweiz, haben alle Freiwilligen mit offenen Armen empfangen und die anfänglichen Spannungen wurden durch ein spielerisches Kennenlernen in einem schönen Park mit feinem Znacht gelöst.
Das Spielerische hat sich von da an bis zum Ende des Workcamps durchgezogen. Dies war auch der Grund weswegen trotz teilweise langer Anwesenheit nie Demotivation oder Langeweile aufgetreten sind. Die zwei Leiter der Theaterworkshops haben mit viel Engagement die Gruppe immer wieder motiviert und auf eine sehr angenehme Art und Weise ihr enormes Wissen zum Theaterspiel aber auch zum Umgang mit Kindern weitergegeben.

Wie eine Familie
Auch neben den Workshops haben die Freiwilligen schon fast ein familiäres Verhältnis untereinander entwickelt. Wir haben zusammen gekocht, Ausflüge gemacht und voneinander durch spannende Diskussionen dazugelernt. Ich sah meine Rolle als Campcoordinator auch mehr in dieser Freizeit. So habe ich gewisse Ausflüge organisiert und war für das Budget verantwortlich.  Das war es aber auch schon. Da die Gruppe wirklich sehr gut harmonisierte, war es nie notwendig zu intervenieren. Klar, man konnte beeinflussen, aber alle anderen Gruppenmitglieder konnten dies ja auch. Ich denke, dass alle Freiwilligen sehr tolerant waren und sich deswegen auch dieser positive Spirit entwickelt hatte.
Die gute Beziehung unter den Freiwilligen und zu den Leitern hat dann sicher auch dazu beigetragen, dass die zweite Woche mit den Kindern aus dem Durchgangszentrum für Asylsuchende so reibungslos verlaufen ist.
Ich würde sehr gerne wieder an einem Workcamp mit dem SCI Schweiz teilnehmen. Als Campcoordinator oder auch als einfacher Freiwilliger. Die Energie, welche ich in diesen zwei Wochen gespürt habe, war wunderbar und wird mir immer in Erinnerung bleiben.