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90 Jahre für Frieden und internationale Zusammenarbeit

Die ersten Einsätze

Die Geschichte des Service Civil International beginnt in der Zeit unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg. Der erste Freiwilligeneinsatz fand vom November 1920 bis April 1921 in Verdun statt - Menschen aus den vormals kriegsführenden Ländern leisteten gemeinsam Wiederaufbau im kriegszerstörten Frankreich. Organisiert wurde dieser erste zivile Friedenseinsatz vom Schweizer Pierre Ceresole. Durch diese Art von zivilen Freiwilligeneinsätzen, wollte er dem herrschenden Nationalismus und Militarismus entgegenwirken und Frieden zwischen den Nationen stiften.
In der Schweiz wurden die ersten Freiwilligeneinsätze in den 1920er-Jahren durchgeführt. Die Freiwilligen leisteten oft Aufräumarbeiten nach Naturkatastrophen wie Lawinenniedergängen oder Überschwemmungen. Diese Art von Einsätzen diente als Modell für den späteren Zivildienst für Militärdienstverweigerer.
1936 schlossen sich verschiedene Freiwilligengruppen zu nationalen Zweigen zusammen und koordinierten sich international unter dem Namen Service Civil International (SCI).

Weltweite Friedensarbeit

Nach dem 2. Weltkrieg dehnten sich die Aktivitäten des SCI auf weitere Länder in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika aus. In den 1950er Jahren begann der Austausch von Freiwilligen zwischen West- und Osteuropa. Diese Arbeit wurde in den 1990er Jahren stark intensiviert.
Mit der Zeit nahmen die Freiwilligeneinsätze eine feste Form an. Sie wurden zu so genannten Workcamps, wie sie der SCI auch heute noch durchführt. Und auch inhaltlich kamen mit der Zeit neue Themen hinzu: Selbstverwaltung, Eigeninitiative, gemeinsame Verantwortung und die Gleichstellung der Geschlechter gewannen an Bedeutung.
Gleichgeblieben ist das Ziel: konkrete Friedensarbeit leisten, indem sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gemeinsam für eine Aufgabe einsetzen und sich dabei kennen und verstehen lernen.